Rebalancing-Regeln, die den Alltag überleben
Starre Zielprozente verleiten dazu, bei jeder Marktwoche umzuschichten. In der Praxis bewähren sich Bandbreiten: etwa Aktien 50–65 Prozent, Anleihen 25–40 Prozent, Liquidität 5–15 Prozent — angepasst an den individuellen Horizont.
Kalender und Schwellen
Zwei Auslöser reichen meist: ein fester Prüftermin (zum Beispiel jährlich im Februar) und eine Schwelle, wenn eine Klasse die Bandbreite verlässt. Dazwischen bleibt das Portfolio in Ruhe — auch wenn Nachrichtenlage und Modell-Alerts Aktivität fordern.
Steuer und Kosten
In Deutschland zählen Realisierungen. Deshalb prüfen wir vor jedem Rebalancing, ob Zuflüsse (Sparrate, Bonus) die Quote günstiger verschieben als Verkäufe. KI-Tools, die nur auf Marktpreise schauen, ignorieren diese Reibung oft.